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Einblicke in das Leben der OLGA

Ausflug nach Mödlareuth

25.04.2026

Ein Tagesausflug am 21.04.26 führte fünf OLGAs nach Mödlareuth – einem kleinen Dorf, das durch die innerdeutsche Grenze einst so radikal geteilt war, dass es den Beinamen „Little Berlin“ erhielt. Jahrzehntelang verlief mitten durch den Ort eine 700 Meter lange Betonmauer, die Ost und West trennte und das Leben der Bewohner prägte. Der kleine Bach Thannbach, der heute so friedlich durch Mödlareuth fließt, wurde nach dem zweiten Weltkrieg zur Demarkationslinie zwischen amerikanischer und sowjetischer Besatzungszone- und damit zur Grenze zwischen Bayern und Thüringen. Dass ein Dorf mit nur rund 50 Einwohnern zu einem Symbol der deutschen Teilung wurde, konnten wir kaum glauben.

Im Deutsch‑Deutschen Museum tauchten wir tief in die Geschichte ein. Wir standen vor originalen Grenzanlagen, sahen den Wachturm, den Sperrzaun und viele eindrucksvolle Ausstellungsstücke, die uns die Zeit der Teilung greifbar machten. Besonders beeindruckte uns das Freigelände, in dem ein Abschnitt der echten Grenzanlagen erhalten geblieben ist.

Nach dieser intensiven Zeitreise ließen wir den Tag gemütlich bei Kaffee und Kuchen ausklingen und hatten noch viele Gespräche über das Gesehene. Ein Ausflug, der uns berührt und bereichert hat – und der uns sicher noch lange in Erinnerung bleibt.